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Tipps zum erfolgreich Forellenangeln

Forellenangeln

Die Forelle (Salmo trutta) gehört der Familie der Lachsfische (Salmonidae) an und zählt zu den wohl schmackhaftesten und begehrtesten Speisefischen, die unsere heimischen Gewässer besiedeln. Wenn Ihr Euch an einige Grundregeln haltet, könnt auch Ihr ohne große Schwierigkeiten . Ich gebe Euch hier wertvolle Tipps und Tricks zum Forellenangeln, im speziellen für die heimische Bachforelle (Salmo trutta fario), die in ihrem wunderschönen kupferfarbenen Kleid aus Schuppen mit weiß umringten roten und schwarzen Punkten nicht umsonst als Königin der rauschenden, wilden Gebirgsbäche gilt.

Der perfekte Platz

Der Lieblingsplatz der Gebirgsforelle sind kleinere, sauerstoffreiche Fließgewässer, die möglichst klar, jedoch dicht bewachsen sind und selbst in den Sommermonaten noch ausreichend kühl sind. Die bei der Bachforelle bevorzugten Gewässer besitzen zudem Kies- oder Sandbänke am Ufergrund für die Eiablage. Salmo trutta fario besiedelt zahlreiche Gewässer und ist beinahe über ganz Europa verstreut.

Die perfekte Jahreszeit

Die wohl beste Jahreszeit, um erfolgreich Forellenangeln zu gehen, ist der Frühling, beginnend im März oder im April mit Ende der Schonzeit, wenn alle Bäche noch kühl sind.

Angelmethoden

Fliegenfischen

Die Fliegenfischerei ist wohl die Angelmethode Nummer eins, an die der erfahrene Angler denkt, wenn er Forellen angeln möchte und die Königsdisziplin schlechthin unter allen Angelmethoden.
Wer die Fliegenfischerei beherrscht, kann sich glücklich schätzen, denn es ist eine Kunst für sich, die einen mit der Natur verschmelzen und Eins werden lässt.
Sie zu erlernen ist jedoch schwierig und benötigt viel Zeit und Training. Zudem ist das Fliegenfischen mit hohem Aufwand verbunden und bei stark bewachsenen Ufern und Gewässern schwer bis gar nicht durchführbar, da die Pflanzen dem Schwungholen im Weg stehen.

Angeln mit Kunstködern

Erfolgreich Forellenangeln wird durch das Verwenden von Kunstködern deutlich vereinfacht. Die Forelle erweist sich nämlich besonders dann als Parade-Raubfisch, wenn es ums Fressen geht. Sie ist hoch gefräßig und frisst auch gerne kleinere Artgenossen.
Diese Eigenschaft können wir Angler zu unseren Gunsten nutzen und der Bachforelle passende Kunstköder anbieten, um sie zum Anbeißen zu verführen.

Das passende Equipement

Um erfolgreich Forellenangeln gehen zu können, solltet Ihr einige Tipps die geeignete Angelausrüstung betreffend berücksichtigen.

Wer eine Watthose trägt, ist in jedem Falle im klaren Vorteil. Denn so kann der eingeschränkte Mobilitätsbereich am bewachsenen Gewässerrand deutlich verbessert werden, indem man sich im Gewässer selbst fortbewegt. Dies gelingt Euch jedoch nur dann, wenn Ihr zuerst die Fische an ihren Standorten ausmacht und Euch danach mit Bedacht gegen die Strömung auf sie zubewegt. Keinesfalls darf Euch die Forelle kommen sehen! Bitte gebt zudem unbedingt Acht vor Bodenlöchern, die bei entsprechender Tiefe durchaus auch ihre Tücken haben und Gefahren in sich bergen können.

Schränkt Eure Beweglichkeit nicht mit zu umfangreicher und schwerer Angelausrüstung ein: Eine Umhängetasche mit Ködern und diversen Kleingeräten, sowie ein Kescher sollten neben einer 1,80 Meter langen Spinnrute mit einer leichten, geeigneten Rolle und einem Wurfgewicht von maximal 25 g durchaus ausreichen! Erfolgreich Forellenangeln kann man nur mit einem gewissen Ausmaß an Aktivität, da man manchmal über Kilometer durch Wiesen und Gestrüpp schreiten muss, um schöne Spots mit Bachforellen zu finden.

Die Wahl der Schnur solltet Ihr sorgfältig überdenken.

Auch die Wahl der Schnur solltet Ihr sorgfältig überdenken, denn bei besonders klarem Wasser besteht durchaus die Möglichkeit, dass die aufmerksame Bachforelle die Schnur sieht und dann natürlich nicht mehr anbeißt, sondern das Weite sucht. Entscheidet Euch in solchen Fällen am Besten für eine geflochtene Hauptschnur, die nur 0,1 mm dünn ist, und schaltet dem Köder ein monofiles, 0,2 mm dickes Vorfach aus kaum wahrnehmbarem Fluorocarbon vor. So sollte es Euch gelingen, die Bachforelle auszutricksen.

Grundsätzlich beißen Bachforellen bei allen erdenklichen Kunstködern an, die man ihnen anbietet, diese dürfen allerdings nicht zu groß sein.
Wir haben die besten Erfahrungen beim erfolgreich Forellenangeln mit kleinen (2 bis 7 cm langen) Wobblern gemacht. Mit ihren imitierten Schwimmbewegungen, die sie vollführen, wenn man sie mit der Rute durchs Wasser zieht, scheinen diese Attrappen für Bachforellen wohl besonders attraktiv zu sein.
Hier gilt es allerdings zu befolgen, dass in tiefen Gewässern bzw. Gewässerabschnitten sinkende Wobbler einzusetzen sind, schwimmende Wobbler hingegen in flachen Bereichen bzw. überall da, wo ein Auswerfen kaum oder nicht möglich ist.

Erfolgreich Forellenangeln mit der richtigen Vorgehensweise

Der erste Teil der Taktik beim Bachforellenangeln beginnt bereits beim Betreten des Angelbereiches. Denn je klarer das Wasser (beispielsweise nach tagelanger Regenfreiheit) ist, desto vorsichtiger solltet Ihr Euch an das Gewässer heranpirschen.

Mit der Strömung zu angeln bringt Euch den großen Vorteil, dass sich der Köder sehr rasch fortbewegt und die Bachforelle somit schlichtweg keine Zeit hat, den Köder genauer zu inspizieren. Sie muss schnell reagieren und wird zubeißen. Bewegt Ihr Euren Wobbler im Gegensatz gegen die Strömung, so wird er sich so langsam bewegen, dass die Forelle nicht automatisch gezwungen ist, sofort zuzubeißen.

Erfolgreich Forellenangeln mit Wissen

Erfolgreich ForellenangelnWissen über die Lebensweise, das Verhalten und die Vorlieben des Zielfisches bringen dem Angler immer einen klaren Vorteil.
So solltet Ihr wissen, dass die Bachforelle ein Einzelgänger meist mit einem (im Erwachsenenalter) eigenen Revier ist und in jungen Jahren eine sehr ausgeprägte Standorttreue besitzt.

Des Tags versteckt sie sich besonders gerne im Schatten des Ufers, mit dem Kopf gegen die Strömung, wobei sie meist vorbeitreibendes Getier als Beute frisst. Sie lieben überhängendes Gras, Bäume oder Büsche als Versteck, aber auch Steine, Rinnen und Gumpen bieten ihnen willkommene Zuflucht. Ebenfalls halten sie sich gerne da auf, wo sich Wehren bzw. Einläufe anderer, kleinerer Bäche befinden.

Gerne frisst die Bachforelle Insekten und deren Larven, aber auch kleinere Krebstiere, Schnecken und Fische. Kannibalismus wird bei Forellen häufig beobachtet, weshalb sie auf Forellen-Wobbler mit guter Bissigkeit reagieren!
Bachforellen sind sehr aufmerksame, vorsichtige und scheue Fische. Sie reagieren auf Erschütterungen des Ufers ebenso empfindlich, wie auf Schatten oder Schlammwolken, die der Angler möglicherweise beim Waten im Wasser aufwirbelt. Hat sie den Angler erst einmal ausgemacht, flieht sie und versteckt sich für einen längeren Zeitraum.

Nachhaltiges Angeln auf Bachforellen

Erfolgreich Forellenangeln funktioniert ausgezeichnet mit jeglicher Art von Köder, da Bachforellen, wie bereits erwähnt, rasch und gerne anbeißen.
Deshalb sollte es Euch nicht weiters schwerfallen, aufs Angeln mit Lebendködern auf Forellen zu verzichten. Die Forellen (selbst die Jungtiere!) verschlucken diese Köder aufgrund ihrer geringen Größe viel zu rasch und zu tief. Sie verschlucken den Haken, den Ihr nicht lösen könnt und somit könnt Ihr zu kleine Fische nicht wiedergeben.

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