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Method Feeder Angelmethode

Method Feeder Angelmethode

Wer ein wahrer Anglerspezi ist, der wird wohl kaum an all den Berichten über die neue und wirklich überaus effektive Method Feeder Angelmethode vorbeigekommen sein. Auch ich habe bereits Gefallen an dieser Methode gefunden und möchte sie euch heute ein wenig detaillierter vorstellen.

Begriffserklärung

Die Method Feeder Angelmethode kommt (wie beispielsweise auch das Angeln mit Boilies) aus Großbritannien. Sie ist eine Grundangelmethode und stellt eine spezielle und sehr fängige Form des Feederangelns dar. Bei der man dem Zielfisch (besonders Karpfen, Brassen, Schleien und großen Weißfischen) das Futter in unmittelbarer Nähe zum Köder anbietet. Und zwar versteckt sich hierbei der Köder direkt im angebotenen Futter und wird erst dann gut „sichtbar“, wenn das Futter bereits weggefressen wurde.
Die Method Feeder Angelmethode wird hauptsächlich dafür eingesetzt, um strömungsarme Gewässerabschnitte oder Seen zu befischen.

Hauptvorteil (und kleiner, in Kauf zu nehmender, Nachteil)

Bei der Method Feeder Angelmethode wird niemals  Lebendköder verwendet. Es bedarf kaum einen zeitlichen Aufwand, um Vorbereitungen für den Angeltrip zu treffen. So bleibt man herrlich flexibel und kann auch spontan angeln gehen, wenn einem danach ist. Und das ist, in Kombination mit der bei dieser speziellen Angelmethode doch recht hohen Erfolgsquote, meiner Meinung nach ein enormer Bonus.

Dieser Vorteil überwiegt meiner Meinung nach auch den kleinen Nachteil der Method Feeder Angelmethode, den ich euch fairerweise nicht vorenthalten möchte. Die Reinigung des Futterkorbes ist ein wenig lästig und mit etwas Aufwand verbunden. Am Besten ihr legt euch dafür eine Kinderzahnbürste zu. Mit dieser solltet ihr in alle noch so kleinen Rillen und Ecken vordringen können.

Aufbau

Der Futterkorb bei der Method Feeder Angelmethode gleicht in seiner Form einer gelichmäßigen Ellipse. In der Regel besteht dieser aus Plastik. Eine seiner beiden Flächen ist mit einem fixierten Gitter aus Kunststoff versehen. Um das Angelfutter optimal und unkompliziert in dieses Gitter pressen zu können, nimmt man eine ausgehöhlte, ovale Form aus Kunststoff (Method Feeder-Form). In diesem „Futterei“ platziert man nun auf die dafür vorgesehene Auflage den Köder, füllt das Futterei mit dem gewünschten Futter auf und drückt danach den elliptischen Futterkorb nach unten in das Oval mit dem Futter.
So einfach entsteht der Leckerbissen für euren Zielfisch, und zwar eine fast perfekt abgerundete, ovale Futterbombe, die in ihrem Innersten gekonnt den Köder für den Zielfisch versteckt.


Der Method Feeder-Futterkorb verbirgt aber noch eine weitere raffinierte Kleinigkeit in seinem Inneren. Nämlich einen dehnbaren Gummizug, der dafür sorgt, dass der angebissene Fisch sich beim Wegschwimmen quasi selbstständig hakt. Dadurch, dass der Gummizug flexibel ist, werden Anschläge gut abgefedert und die Wahrscheinlichkeit für Schnurbrüche reduziert sich merklich. Ein wahrhaft ausgeklügeltes System!

Das untere Ende des Gummizuges ist mit einem kleinen Clip versehen. Hier kann das Vorfach eingehängt werden. Es bedarf keines zusätzlichen Wirbels. So ist die Hauptschnur direkt mit dem Vorfach verbunden, und zwar über besagten Gummizug.

Wer nun plant, hängerträchtige Gewässer zu befischen, die eine grobe Bodenstruktur aufweisen, der sollte auf solche Method Feeder-Futterkörbe zurückgreifen, die an beiden Seiten Stummelflügel aufweisen. Diese verleihen der Form eine sensationelle Aerodynamik, mit der sie selbst bei Seitenwind extrem stabil fliegen. Die Flügel ermöglichen zudem beim Einholen ein flottes Abheben des Futterkorbes vom Grund. Er treibt rasch auf, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit für Hänger deutlich vermindert.

Futter, Köder und Gerätschaften

Futter

Als Futter für die Method Feeder Angelmethode eignen sich herkömmliche Fertigfuttermischungen. Du kannst dafür aber auch schlicht Pellets einweichen und zerquetschen.
Köder
Als geeignetsten Köder für diese Angelmethode möchte ich dir Pellets, Boilies bzw. Miniboilies oder aber am Haar befestigtes Frolic empfehlen.

Gerätschaften

Für die Seen und strömungsarmen Gewässer, die man mit der Method Feeder Angelmethode in der Regel befischt, eignen sich am besten leichte Feederruten, die etwa drei bis vier Meter lang sind.
Grundsätzlich sollte eine mittlere Stationärrolle mit ausreichend Schnurfassung ausreichen, wobei die Angelschnur selbst monofil, mit einer Stärke von etwa 0,25 bis 0,30 mm sein sollte. Ich empfehle zudem ein Wurfgewicht von etwa 40 bis 80 g.

Fazit

Liebe Anglerspezis,
da ich selbst mich schon mehr als angefreundet habe, mit dieser Methode kann ich persönlich wirklich nur ans Herz legen, sie auch einmal auszuprobieren.
Also, auf geht’s, bleibt schön spontan und flexibel …und vergesst eure Kinderzahnbürste nicht ;)!

Petri Heil,
Euer Anglerspezi Peter

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