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Thema: Der Zander

Der Zander (Sander lucioperca) ist in Europa der größte im Süßwasser lebende Raubfisch aus der Ordnung der Barschartigen (Perciformes). Auf unserem Kontinent ist er in den Donau-, Elbe- und Odergebieten heimisch und durch Besatz auch in den Mosel-, Rhein- und Weserregionen, bis hin zum Ural zu finden. In Westasien ist er im Nordwesten der Türkei verbreitet. Obwohl er langsam fließende Flüsse, Kanäle und Seen als Lebensraum bevorzugt, ist er auch im Brackwasser des Kaspischen Meeres und der Ostsee anzutreffen.

Neben den zahlreichen regionalen Namen (Canat, Hechtbarsch, Nachmaul, Sandel, Schiel, Schill, Zannat) haben sich im deutschen Sprachraum seit dem 16. Jahrhundert hauptsächlich die beiden Bezeichnungen Sanderì und Zanderì durchgesetzt und nebeneinander koexistiert. Die heute gängige Schreibweise mit Z wurde tatsächlich erst in den 1930ern fixiert.

Erscheinungsbild vom Zander

zander

Paul Marx / pixelio.de

Mit seinem spindelförmigen und lang gezogenen Körper kann sich der Zander auf seinen Raubzügen geschickt durch das Wasser bewegen.

Sein Kopf mit zugespitzter Schnauze endet in einem tief gespaltenen und endständigen Maul mit unregelmäßig aneinandergereihten vielen, kleinen Bürstenzähnen und ein paar größeren, länglichen, spitzen Fangzähnen, die ihm bei der Jagd helfen. Seine Kiemendeckel sind an den vorderen Rändern gezähnt.

Der Sehsinn des Sanders ist besser ausgeprägt als bei allen anderen Raubfischen in Europas Gewässern, so ist ihm ein klarer Blick selbst in trübem und dunklem Wasser möglich. Auch sein Gehör ist verhältnismäßig gut entwickelt.

Der Schill ist ein sehr rasch wachsender Fisch, seine durchschnittliche Länge beträgt etwa 40 bis 50 cm. In Extremfällen kann er allerdings auch eine beeindruckende Länge von bis zu 1,30 m erlangen und damit einhergehend bis zu 19 kg schwer werden.

Der Zander hat zwei voneinander getrennte Rückenflossen, die Vordere besitzt Stachel-, die Hintere Gliederstrahlen.

Sein Körper ist mit kleinen Kammschuppen bedeckt, die rücklings eher grün-grau schimmern. Zum Bauch hin erscheinen sie weiß-silbrig, an der Oberseite dunkel bändrig, gestreift oder bräunlich gewölkt. Der Kopf ist in einem marmorierten Braun, die Flossen in einem fleckigen Schwarz. Mit dieser Färbung ist der Schill ein perfekt getarnter Grundräuber.

Lebensraum

Wie bereits erwähnt, lebt der Zander in weiten Teilen Europas in Seen, schwach fließenden Kanälen und Flüssen. Sie sind aber auch in Haffen anzutreffen.

Besonders wohl fühlt sich der Schill in großen, tieferen und wärmeren Gewässern mit harten, sandigen Böden. Hier hält er sich meist nahe am Gewässergrund auf.

Fressverhalten und Ernährung

Bedingt durch seine ausgezeichnete Sehleistung kann der Zander sich seiner Beute in der dunklen Tiefe und im trüben Wasser annähern, bevor er aus recht kurzer Entfernung zuschnappt.

Er ist nachtaktiv und jagt (bedingt durch das verhältnismäßig kleine Maul) als Beutetiere bevorzugt kleineren Fisch wie Barsch, Kaulbarsch, Rotauge, Rotfedern oder Ukelei, aber auch kleine Wassertiere aller Art.

Die Schille sind meist in kleinen Gruppen unterwegs, werden die Fische größer gehen sie meist in 2er- bis 4er-Gruppen auf Beutezug, in denen sie die Kanten des heimischen Gewässers nach ihrer möglichen Beute absuchen. Wachsen sie zu kapitalen Fischen heran, entwickeln sie sich meist doch zu Einzelgängern und machen sich alleine auf ihren Raubzug.

Fortpflanzung

Im Frühjahr, wenn die Wassertemperatur ungefähr 12 bis 15 ∞C beträgt, findet die Laichzeit des Sanders statt. Dann beginnen die Sander an hartgründigen Böden in Ufernähe in Wassertiefen von etwa 1 bis 3 m flache Laichgruben auszuheben. Dort legen die Weibchen dann ihre Eier einzeln ab , das sind beeindruckende 150.000 bis 200.000 Eier pro Körpergewicht des Rogners. Diese Eier besitzen eine klebrige Hülle, mit der sie dann praktischerweise an Steinen, Pflanzen und ähnlichem hängen bleiben und die somit verhindert, dass die Strömung das frische Gelege mit sich davon trägt. In der Zeit zwischen dem Ablaichen und dem Schlüpfen der Jungen aus dem Ei bleibt der männliche Schill, der Milchner, zum Schutz (vor gefräßigen Laichräubern, Verschlammung des Nestes, …) stets in unmittelbarer Nähe des Geleges. Nach nur einer Woche sind die Larven vollständig entwickelt. Nach dem Schlüpfen verzehrt die Brut den Dottersack, danach Zooplankton und bereits nach wenigen Monaten frisst die Brut anderer Fischarten.

Die schnell wachsenden Jungen, weisen bereits im Herbst desselben Jahres eine stattliche Größe von 6 -10 cm auf.

Die Milchner sind bereits mit etwa 2 bis 4 Jahren geschlechtsreif. Rogner hingegen etwas später, mit ungefähr 3 bis 5 Jahren.

Ein Zander hat eine maximale Lebenserwartung von circa bis zu 20 Jahren.

Wie immer hoffe ich, dass euch die Einblicke in das Verhalten und das Leben des vorgestellten Zielfisches, eurem Anglerziel ein wenig näher bringen! „Petri Heil!“

Eure Anglerspezi Peter

 

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