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Tipps zum Zanderangeln im Herbst

Zanderangeln im Herbst ist anders!

Liebe Anglerfreunde, die goldene Jahreszeit ist wieder in all ihrer Pracht über unser wunderschönes Land gezogen und bringt unweigerlich zahlreiche Veränderungen mit sich. Sie wandelt nicht nur das Erscheinungsbild der Landschaft, sondern bringt auch zunehmend Kälte und Dunkelheit mit sich und beeinflusst so das Verhalten von Mensch und Tier. Wie alle Lebewesen in ihrem veränderten Ökosystem zeigt auch der Zander eine Wandlung in seinem Lebensrhythmus und täglichen Zyklus. So klingt Zanderangeln im Herbst zuerst zwar idyllisch, um allzu große Enttäuschungen zu vermeiden, sollte man sich aber bereits im Voraus gut darauf vorbereiten.

Zu berücksichtigende Faktoren für ein erfolgreiches Zanderangeln im Herbst

Tipps zum Zanderangeln im Herbst

Ibefisch / pixelio.de

Absinken der Temperaturen

Durch das Sinken der Temperaturen signalisiert die Natur dem Zander, dass der Winter naht und es für ihn an der Zeit ist, sich auf diese kalte und karge Jahreszeit vorzubereiten. Das macht dieser, indem er sich im Herbst richtig anfrisst, bevor sein Stoffwechsel herunterfährt. Nun ist es an uns, diese Phase für uns zu nutzen. Denn das Zanderangeln im Herbst kann uns die kapitalsten Fänge bescheren, wenn es uns gelingt, uns nach dem veränderten Verhalten des Zanders zu richten.

Ab etwa Mitte Oktober ist zu beobachten, dass die Zander ihre Tagesstandplätze von höheren in tiefere Schichten verlagern. Selbst große Zander, die sich im Sommer bevorzugt im Freiwasser aufhielten, sind nun hart am Grund anzutreffen, in Tiefen bis zu ungefähr 10 Metern.

Veränderte Lichtverhältnisse

Da der Zander grundsätzlich ein recht lichtscheuer Raubfisch ist, verbessern sich durch die verkürzten Tage und den häufig bedeckten Himmel die Fangchancen für uns Angel erheblich. So sind beim Zanderangeln im Herbst auch tagsüber Erfolge keine Seltenheit.

Nun zieht es uns Angler, wie die meisten Menschen, doch noch viel mehr in die freie Natur hinaus, wenn die Sonne wärmende Strahlen zu uns sendet und mit diesen die Landschaft in vollster Farbenpracht glänzen lässt. An solch sonnigen Tage solltet ihr dann aber berücksichtigen, dass die lichtscheuen Zander wegen der geringen Algenblüte und der schwachen Wassertrübung um einiges tiefer stehen als an bewölkten oder nebligen Tagen. Hier bietet es sich an, mit Gummifischen am Bleikopf am Grund zu angeln.

Sollten solche Tage zudem noch windig sein, so begebt euch im Idealfall an das dem Wind zugewandte Ufer. Dort veranlasst der Wind das Wasser, sich in Bewegung zu setzen, das macht das Wasser trüb und bietet dem Zander so perfekte Bedingungen für seine Raubzüge.

Beim Zanderangeln im Herbst macht es aber auch Sinn, den Nachteil des klareren Wassers auszugleichen, indem man den Tag zur Nacht macht, und erst abends bzw. des nächtens angeln geht. Das erschwert die Sicht des Zanders, lockt ihn bis dicht an die Oberfläche und man kann mit flach laufenden Wobblern ausgezeichnete Erfolge erzielen. Vermeidet hierbei aber besser eine Verwendung von Stirnlampen, da Zander verscheucht werden können, wenn deren Licht direkt auf die Wasseroberfläche scheint.

Fängige Zanderspots im Herbst sind daher nicht nur steil abfallende, strukturreiche Kanten mit sandigen Böden, sondern auch seichtere Uferbereiche bei Nacht oder dem Wind zugewandte Uferbereiche.

Die perfekte Köderwahl

Verallgemeinert kann man sagen, dass es diese wohl nicht gibt. Viel zu sehr müsst ihr lernen, euch den veränderten Bedingungen und aktuellen Gegebenheiten der Goldenen Jahreszeit anzupassen.

Eine Grundregel in der Farbwahl gilt es zu beachten: Je klarer das Wasser (an sonnigen, windstillen Tagen), desto dezenter sollte die Köderfarbe ausfallen (natürliche Farben, fischähnliche Dekors). Je trüber das Wasser (nachts, bei Wind, …), desto auffälliger kann sich der Köder in seiner Färbung zeigen.

Bei der Form des Köders greift bevorzugt auf schlanke Gummifische zurück mit geringer Eigenaktion (Low-Action-Shads), da deren Bewegungen denen der Beutefische im Herbst am meisten ähneln.

Hinsichtlich der Ködergröße ist zu berücksichtigen, dass die Brutfische bereits um einiges gewachsen sind und die Zander viel Wert auf größere Beute legen, die sie beim Anlegen ihres Winterspecks vorantreibt. Deshalb können wir euch ans Herz legen, beim Zanderangeln im Herbst ruhig Köder zu verwenden, die eine Nummer größer sind als jene, die ihr im Sommer verwendet. Perfekt sind Köder von ungefähr 12 bis 18 cm. Verwendet hingegen etwas kleinere Köder, wenn euer Spot weiter vom Ufer entfernt ist, denn mit diesen habt ihr eine wesentlich bessere Wurfweite.

Auch beim Angeln mit totem Köderfisch kann man ausgezeichnete Erfolge erzielen. Eine Posenmontage ist optimal. Sie lässt den Köderfisch in Wind und Strömung zappeln und macht die Zander wunderbar bissig. Der Köderfisch beim Ansitzangeln mag hingegen für den Zander nicht ganz so attraktiv sein, für den Anglerfreund aber kann diese Fangmethode durchaus reizvoll sein. Der Angler bietet am Grund den Köderfisch mit einer Montage aus Laufblei an und kann sich inzwischen selbst entspannt zurücklehnen und den Herbst in all seiner Schönheit genießen. Auch so kann Zanderangeln im Herbst aussehen – beschaulich und gemütlich.

Die korrekte Köderführung

Entgegen der aktiven Köderführung in den Sommermonaten trumpft man beim Zanderangeln im Herbst mit der gemütlichen, passiven Technik. Startet den Köder am Grund im frühen Herbst mit vielleicht drei, im Spätherbst gar nur mit einer oder zwei Kurbelumdrehungen.

Bootsanglern möchte ich das Vertikalangeln empfehlen!

Wie immer wünsche ich euch „Viel Spaß“ am Wasser, viel Erfolg und vergesst nicht, die Schönheit der Natur unseres Landes im Goldenen Monat zu genießen!

Euer Anglerspezi

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