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Zander angeln mit Pose und Köderfisch. (Oktober 19, 2017 7:55 am)

Zander angeln mit Pose und Köderfisch.

Zander angeln mit Pose und KöderfischDas Zander angeln mit Pose und Köderfisch ist wohl die bekannteste Art überhaupt. Hier zeige ich euch, welche ausgezeichnete Möglichkeiten der traditionelle Bissanzeiger eröffnet. Bei dieser Methode langt schon eine simple Standardmontage, die mit wenigen Handgriffen an die aktuellen Bedingungen angepasst werden kann.

Bequemer geht es wohl kaum: Ein Griff in seine Tackelbox, den Weichplastikköder an den Wirbel gehängt und schon kann man loslegen. Im Zeitalter, wo Gummifisch und Twister den Markt überfluten, findet man kaum noch einen Angler, der Zander angeln mit Pose und Köderfisch betreibt. Natürlich sprechen viele Faktoren dafür , dass man auf den Kunstköder gerne zurückgreift, allerdings muss man sich immer vor Augenhalten, dass ein Kunstköder lediglich ein Imitat der natürlichen Beute ist – und auch bleibt. Gerade ältere Stachelritter in überfischten Gewässern schätzen den Geschmack und die Witterung von Naturköder. Für das präzise Servieren des Köderfisches vor dem Zandermaul eignet sich die Posenmontage hervorragend und die Spannung ist auch hier garantiert.

Vom nervenaufreibenden Zupfen über das gierige erste Zupacken bis hin zum zügigen Abtauchen sind alle Phasen eines Zanderbisses genau zu beobachten. Für mich persönlich ist das oftmals spannender als der kurze Ruck in der Rute beim Spinnfischen.

 

Zehn Prozent, die verdächtig sind!

Die Vorzüge beim Zander angeln mit Pose und Köderfisch kommen erst zutage, wenn man ihnen mit dem Boot nachstellt. Nur so erreicht man in großen Gewässern die Standplätze der begehrten Zander. Um diese Plätze ausfindig zu machen, greife ich gerne auf ein Echolot zurück, sofern es bei dem jeweiligen Gewässer auch erlaubt ist. Gerade als Gastangler, lernte ich das elektronische Unterwasserauge zu schätzen. Ansonsten musste ich oftmals in den sauren Apfel beißen und auf die alt bewehrte Methode des Auslotens zurückgreifen, die sehr zeitraubend ist.

Hot Spots für Zander sind Scharkanten, abfallende Ränder von Landzungen, versunkenes Geäst und Untiefen. Auf solche Spots beschränke ich dann auch über den gesamten Ansitz. Meiner Meinung nach sind außerhalb solcher Top-Zonen, bestenfalls nur Zufallsfänge möglich. Es scheint mir auch generell 90 % der Gewässerfläche „ zanderleer “ zu sein.

Sind die Erfolg versprechenden zehn Prozent ausgemacht suche ich mir eine günstige Stelle aus und setze dort eine Markierungsboje. Hat sich nach guten 30 Minuten nichts getan, weiche ich dann zur nächst besseren Stelle aus und setze hier meinen Marker erneut.

 

Mit der Pose den Zander Suchen.

Hier verwende ich wie schon zuvor erwähnt eine simple Standardmontage. Dazu tariere ich eine Laufpose mit mittelschwerem Spaltblei so aus, dass sie gerade noch aus dem Wasser ragt. Ich verwende gerne das Spaltblei, weil ich so meine Montage auf die vorliegenden Gegebenheiten schnell und unkompliziert anpassen kann. Das erste Spaltblei setze ich ungefähr 40 cm vor dem Haken, dann alle 15 cm ein weiteres, bis sich die Pose schwankend aufrichtet. Den Köderfisch biete ich dann unmittelbar an Grundnähe an und verwende hier gerne den altbewährten Garnstopper, den ich oberhalb der Laufpose befestige. Bevor ich die Montage dann auslege, hake ich den fingerlangen Köderfisch bei der Unterlippe und Oberlippe ein und durchsteche die Schwimmblase. So vermeide ich, dass der Köder unkontrolliert am Grund auftreibt. Bevor ich dann auswerfe, überprüfe ich die Windrichtung. Herrscht Seitenwind, werfe ich den Köder mit der Pose einige Meter links oder rechts von der Markierungsboje so, dass die Pose in Richtung des Markers Segeln kann. Durch den Seitenwind kann nun der Köderfisch verführerisch am Grund auf Zandersuche gehen. Wobei uns die Pose den genauen Weg anzeigt. Sollte sich in weniger tieferen Stellen die Pose flach hinlegen, spielt dies keine Rolle bei der genauen Bisserkennung.

 

Bleiben Bisse aus hau den „Zupfer“ raus.

Sollte nach aller Bemühung dennoch der Biss ausbleiben, kann es daran liegen, dass die Stachelritter träge sind. Ein lebendiges Köderspiel kann sie oftmals noch überzeugen, auf das Angebot einzugehen.
Die Pose bleibt bei dieser Montage weiterhin montiert, um eine Zentimeter-genaue Führung beizubehalten. Der Köderfisch wird nun so präpariert, dass ich die Schwimmblase intakt lasse und einige Schrotbleie ins Maul stecke. Die intakte Schwimmblase wirkt auftreibend und durch die Bleie im Maul bekommt der Köderfisch eine kopflastige Aktion. Bei dieser Montage führe ich den Köder fast gleich wie bei der vorigen Montage. Dazu hebe ich die Rute an und lass den Köderfisch absinken. Nach einigen Sekunden spule ich die lose Schnur auf und wiederhole es nochmals. Solange bis ich einen trägen Zander überzeugen kann.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Beitrag das Zander angeln mit Pose und Köderfisch ein wenig näher bringen. Wünsche euch viel Erfolg beim Ausprobieren. Meine Devise lautet immer flexibel bleiben und oftmals auch gerne auf alt bewährte Methoden zurückzugreifen.

 

Habt Spaß am Wasser!
Euer Anglerspezi Peter

2 Comments

  1. Toller Tipp muss ich demnächst probieren. LG Thomas

  2. Sehr gut geschrieben, toller Artikel. Ich habe nun voll Bock aufs zander angeln bekommen. Ich glaube ich werde es nochmals versuchen bevor die Saison vorbei ist. Mach weiter so! MfG Simon

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