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Hechtköder – Diese sechs sollte man kennen!

Egal ob man im Angelkatalog oder im Angelladen schaut, man findet jede menge Hechtköder. Hier zu unterscheiden ob es ein guter oder schlechter Köder ist macht nicht viel sinn, denn jeder Köder ansich hat besondere Eigenschaften mit dem er die Raubfische zum Biss verführt. Hier gebe ich euch einen kleinen Überblick.

Wenn man den Hechtangel-Anfänger fragt auf was er Wert legt, bei der Wahl der Hechtköder. sind die häufigsten Antworten: Farbe, Muster und das er realistisch aussehen soll.

Ich als Anglerspezi bin aber davon überzeugt, dass die Tauchtiefe und Vibrationen die vom Hechtköder ausgesendet werden eine weit aus wichtigere Eigenschaft ist. Das problematische ist nur, dass man diese Eigenschaften im Laden oder Katalog nicht sehen kann. Erst beim Praxiseinsatz am Gewässer werden diese sichtbar und man erkennt erst dann den wahren Charakter von einem Kunstköder.

Die 6 Kategorie unterteilungen der von Hechtköder.

  • Spinner und Spinnerbaits
  • Gummiköder
  • Wobbler (Twitchbaits und Crankbaits)
  • Streamer
  • Swimbaits
  • Jerkbaits

Jeder dieser Hechtköder ist auf seine eige Art und weise eine gute Wahl wenn man ihn auch im passenden Moment einsetzt. Wenn ich meinen Köder wähle betrachte ich immer zuerst die äußeren Bedingungen. Und ihr könnt mir glauben, auch ich nach so langer Zeit liege mit der Auswahl falsch, aber durch meine Erfahrung kommen solche Tage immer seltener vor.

Hier gebe ich euch einen kleinen Überblick über den Einsatz der unterschiedlichsten Köder unter verschiedenen Umständen.

Spinner / Spinnerbaits

SpinnerDiese Köder zählen zu den Klassikern unter den Kunstködern. Der Hype um Spinner ist zwar ein wenig zurück gegangen, dennoch sind sie weit verbreitet. Das Angeln mit Spinner ist recht einfach: Das rotierende Spinnerblatt verursacht einen charakteristischen Widerstand, sodass der Angler über die Rute spüren kann, ob der Spinner gut arbeitet. Sollte das Spinnerblatt nicht mehr einwandfrei laufen, dann merkt man es sofort. Seine rotierende Eigenschaft wirkt wie ein Lift und es kann vorkommen, dass der Spinner beim Einkurbeln nach oben steigt. Dies macht ihn zum idealen Köder für flache Gewässer.

Vorteil:

  • Eine große Auswahl an verschiedenen Modellen, Größen, Blattformen und Farben
  • sendet starke Vibrationen aus, selbst beim leichten Einkurblen mit gleichmäßigem Tempo

Nachteil:

  • eingeschränkt bei der Köderführung
  • eingeschränkt bei Tieferen Gewässern
  • verdrallt die Schnur

Einsatzgebiet:

  • Spinner eignen sich sehr gut für flache Gewässer. Sie kann man bei stehenden oder fließenden Gewässern gleichermaßen anwenden.

Gummiköder / Softbaits

GummiköderDas Angeln mit Gummiködern, auch Sofbaits genannt, ist in den letzten Jahren immer populärer geworden. Sehr beliebt unter den Gummiködern sind Shads und Twister die in allen Farben und Variationen verfügbar sind. Ich konnte schon brächtige Hechte mit Gummiköder fangen. Durch ihre weichen Eigenschaften neigen Hechte dazu den Köder länger festzuhalten, so kann der Angler den Haken besser ansetzen. Selbst bei Fehlbissen starten Hechte gerne erneut eine Attacke.

Die Artenvielfalt ist bei den Gummiködern oder auch Softbaits nahezu grenzenlos. Gummiköder gibt es Blei und Haken vormontiert oder ohne. Dies hat den Vorteil, dass man den Köder Optimal für seine Angelei präparieren kann. Egal ob man oberflächennah oder in größeren Tiefen sein Glück versucht.

Vorteile:

  • verfügbar in vielen verschiedenen Modellen und Variationen
  • durch die weiche Eigenschaft verführt es den Hecht den Köder länger im Maul zu halten
  • durch verschiedene Möglichkeiten des Anköderns, besitzen Softbaits ein breites Einsatzspektrum

Nachteile:

  • verschleißt sich schnell
  • teuer in der Anschaffung
  • Montagen wie Stinger, Haken oder Jigköpfen ist sehr komplex und fällt einen nicht leicht.

Einsatzgebiet:

Gummifische sind in den verschiedensten Situationen einsetzbar. Die Möglichkeiten bei der Köderpräsentation sind sehr Vielseitig. Man kann den Gummiköder im gleichmäßigen Tempo oder beschleunigt durch das Wasser Springen lassen. Im Sommer führt man sie gerne unbeschwert über dem Kraut, im Herbst dicht am Grund oder an den Kanten. Sie eignen sich auch gut fürs Schleppangeln.

Wobbler

WobblerDas Anglen mit Wobbler ist sehr einfach Hechtköder und bei vielen Anglern beliebt. Man muss beim Angeln mit Wobbler nicht viel beachten, außer den Köder mit gleichmäßigen Tempo einzukurbeln. Vor allem große Wobbler vibrieren stark im Wasser und sind deshalb bei den Hechten sehr beliebt. Dicke, fast runde und „Shad“-förmige Wobbler, sogenannte Crankbaits fangen bereits, wenn man sie mit gleichbleibender Geschwindigkeit einholt. Die länglichen, schlanken oder leicht abgeflachten Modelle, die sogenannten Twitchbaits, kann man hingegen sehr variantenreich und mit Tempowechseln führen.

Vorteile:

  • der Einsatzbereich ist vielseitig
  • Hohe Fangquote
  • eine hohe Belastbarkeit
  • eine große Auswahl an Farben und Variationen

Nachteile:

  • bei der Führung empfindlich
  • besitzt man nur ein Modell, sind die Möglichkeiten bei Köderpräsentation begrenzt
  • enorme Hängegefahr bei verkrauteten und verschmutzen Gewässer

Einsatzgebiet:

Wobbler haben oftmals die Lauftiefe aufgedruckt, deshalb eignen sie sich gut für Gewässer, wo man die Struktur und Tiefe mehr oder weniger kennt. Verwendet werden Wobbler gerne erst im Herbst (September/Oktober). In diesen Monaten geht der Pflanzenwuchs im Wasser zurück und man kann unbeschwert mit diesem Kunstköder dem Esox nachstellen.

Streamer

Streamer-hechtköderAuch das Angeln mit Streamer ist eine sehr gute Variante. Ihr werdet stauen wie oft große Hechte bei diesem Köder einsteigen. Beschwert mit einem keinem Blei oder als spezieller Spinnflieg können Kunstköderangler von den Vorteilen dieser Köder profitieren. Streamer werden in verschieden Größen und aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt, wobei Fell, Kunstfaser und Federn die bekanntesten sind.

Vorteile:

  • die unbeschwerten Modelle sind sehr leicht zum Inhalieren, wodurch mehr Fische am Haken bleiben
  • eine langsame Präsentationmöglichkeit
  • durch den einzelhaken oder durch einen geschützten Drilling eignen sie sich gut für verschmutztes oder verkrautetes Gewässer

Nachteile:

  • Streamer sind oft von Hand gefertigt und daher nicht leicht zu bekommen
  • In tieferen Gewässern sind sie nur begrenzt einsetzbar

Einsetzgebiet:

Steamer können ganzjährig eingesetzt werden. Wenn eine hohe Fischaktivität herrscht sind Swimbaits, Spinner oder Jerkbaits eine gute Köder Wahl. Sind die Fische träge und man muss sie regelrecht zum Biss überreden, dann sind Streamer die Antwort dafür. Gerne verwendet man sie bei heißen Tagen oder an sehr kalten Wintertagen. Durch die langsamen Bewegungen setzt der Streamer einen besonderen Reiz und es führt oftmals zu einem Feuerwerk an der Rute.

Swimbaits

SwimbaitWenn man mit Swimbaits angelt unterscheidet man grundsätzlich zischen zwei Arten: Die mehrteiligen aus Holz oder hart Plastik und einem harten Kopf oder mit Tauchschaufel oder ohne, mit weichem Gummikörper. Beide Arten von Swimbaits haben eine natürliche Schwimmbewegung, die einen Beutefisch sehr realistisch nachahmen. Auch das Erscheinungsbild dieser Köder ist in der Natur sehr Detail getreu nachgebildet.

Vorteile:

  • dieser Köder ist in der Natur sehr Detail getreu nachgebildet.
  • die Schwimmbewegungen sind äußerst realistisch
  • besitz sehr gute Wurf oder schlepp Eigenschaften
  • je nach Modell einsetzbar in Tiefen oder Flachen Gewässer

Nachteile:

  • hohe Anschaffungskosten
  • Modelle mit weichem Gummikörper halten nicht unendlich vielen Räuber­attacken stand

Einsatzbegiet:

Modelle die als schnell sinkend angeschrieben sind, laufen in der Regel nicht tiefer als einen Meter, deshalb eignen sich diese Köder gut für flache Gewässer. Sie kann man als Schleppköder verwenden oder auch als Wurfköder. Variiert man die Geschwindigkeit beim Einholen, so kann man diesen Köder sehr gut entlang von Pflanzen und anderen interessanten Stellen führen. Die Modelle mit Tauchschaufel gehen recht schnell auf eine bestimmte Tiefe und bleiben dort, ideal für den Herbst die Scharkanten beim Schleppen abzuangeln. Auf Swimbaits sind mir schon einige Hechte eingestiegen und deshalb hat dieser Köder einen gesonderten Platz in meiner Tackel-Box.

Jerkbaits

JerkbaitsBei den Jerkbaits gibt es drei Gruppen, die man unterscheidet. Es gibt die Gilder, die biegen sich beim Einholen abwechselnd von links nach rechts. Dann gibt es die Diver, diese tauchen auf Zug ab und bei lockerer Schnur wieder auf. Die letzte Variante sind die Jerks, die vereinen die Eigenschaften von Gilder und Diver. Jerks tänzeln wie betrunken Fische durch das Wasser. Für welchen Jerk man sich entscheidet, bestimmt der Angler selbst auch wie er ihn mit rhythmischen Bewegungen über die Rute zum Leben erweckt. In der Regel werden Jerkbait sehr flach durchs Wasser geführt. Wenige Ausnahmen laufen tiefer als drei Meter. Durch diese Eigenschaft sind sie sehr gut als Wurfköder geeignet.

Vorteile:

  • sie sind in vielen Formen und Farben erhältlich
  • Tempowechsel bei der Köderpräsentation ist ohne weiteres möglich
  • eine hohe Langlebigkeit
  • man Angelt auf Sicht, dass sehr spannend sein kann

Nachteile:

  • tieferes angeln ist möglich
  • ist nur beim Wurfangeln einsetzbar
  • Ist nur für erfahrene Angler geeignet durch seine individuelle führungsweise

Einsatzgebiet:

Diesen Köder kann man ganzjährig verwenden. Bevorzugt man das Angeln auf Sicht kann man mit Jerkbaits Spektakuläre Bisse erleben. Gut eignet sich dieser Köder, wenn man konsequent eine kleine Stelle befischen möchte. Die Hybridformen werden gerne im Herbst verwendet oder auch im Winter. Im klaren Wasser steigen die Hechte manchmal aus der Tiefe auf, um einen gemächlich taumelden Jerk abzufangen.

Wie ihr durch diesen Beitrag „Diese 6 Hechtköder sollte jeder Angler kennen.“ nun sehen könnt hat jeder Kunstköder seine Vor- und Nachteile. Trefft bewusste Entscheidungen bei der Köderwahl. Am Wichtigsten ist aber „habt vertrauen zu eurem Hechtköder“. Gebt nicht sofort auf, wenn ihr einmal keinen Fisch fangt und gebt den Köder die Schuld. Verwendet ihn so oft wie es möglich ist. Dann werdet Ihr nicht zwangsläufig mehr Bisse bekommen, aber die Eigenschaften Eures Kunstköders noch besser kennenlernen.

Euer Anglerspezi

Peter

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