NEWS
Jerkbaits – Der sichere Weg zum Räuber (November 25, 2019 9:23 am)
Die 10 besten Aalköder (September 26, 2019 12:30 pm)
8 Tipps zum Zanderangeln im Sommer (Juni 29, 2019 11:28 am)
Rotaugen im Frühjahr (März 18, 2019 4:04 pm)

Jerkbaits – Der sichere Weg zum Räuber

Jerkbaits günstig kaufenDas Hechtangeln mit Jerkbaits ist nicht nur spannend, sondern auch sehr erfolgreich. Ich persönlich fand diese Köder zu anfangs, einen monströsen Klumpfuß und griff eher weniger zu diesem klobigen Köder. Ein weiter Grund war auch, wenn man mit Jerkbaits angelt, dass es notwendig ist, auf eine Baitcastrolle umzusteigen. Dies fand ich eher weniger einladen und verneinte stehst diese Köder. Auch weiter Hechtangler in meinem Bekanntenkreis schreckte dies ab und daher konnte ich nie viele Erfahrung mit Jerkbaits machen. In laufe der vergangenen Jahre musste ich aber meine Meinung zu diesem Köder fürs Hechtangeln ändern und griff immer wieder zurück auf sie.

Hier in diesem Beitrag werde ich euch die Jerkbaits ein wenig näherbringen und euch Wissendwerte Informationen darüber beschreiben, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

 

 

Jerbaits – Was ist das?

 

Schlägt man kurz in einem Englisch – Deutsch Wörterbuch den Begriff nach so stellt man fest das „Jerk“ so viel wie „rucken“ und „Bait“ als „Köder“ übersetzt werden kann. Mit dieser Kenntnis sollte man am Anfang schon das Grundprinzip, des Kunstköder verstanden haben. Ein Jerkbait ist dem zu folge ein Köder, den man ruckartig durch das Wasser führt. Jetzt denkt man bestimmt, dass man auch andere Kunstköder „jerken“ kann und ja, das ist natürlich auch möglich. Jerkbaits kann man aber nur auf diese Weise führen, damit sie für Raubfische interessant sind. Wenn man diese Köder anders führt, halten sich die Fangerfolge in Grenzen.

Wie auch bei anderen Hardbaits lassen sich diese Köder in drei Schwimmverhalten unterscheiden, schwimmend, schwebend, und sinkend. Ich bevorzuge sinkende Modelle, da sie vielseitig einsetzbar sind und man bei der Geschwindigkeit variieren kann. Je schwerer beispielsweise ein Jerk ist, umso schneller kann man mit ihm jerken, ohne dass er deswegen zu flach durch das Wasser läuft.

Die Technik zum jerken.

Sieht man sich den Kunstköder genau an, sieht man sofort, dass er keine Tauchschaufel vorhanden ist, die seine Bewegung bestimmt. Wie ein Jerk sich bewegt, entscheidet schließlich der Angler mit Zupfen und Schlagen der Rute beim Einholen. In der USA bezeichnet man auch gerne Wobbler mit Tauchschaufel als Jerkbait, die man schließlich auch ruckartig durchs Wasser führen kann.

Obwohl sie ein gewisses Formenspektrum zeigen, sind sehr viele von ihnen seitlich abgeflacht und im Profil leicht bauchig und hochrückig. Das ist geradezu die typische Jerkbait-Form, auch wenn es daneben schlankere Modelle gibt.

Jerkbaits Technik

Mit der Angelrute führt man Rucke und Schläge durch und haltet dabei die Rute nach unten. Hilfreich ist hier, wenn man die Rute von der drei Uhr-Position in die sechs Uhr-Position jerkt. In der Zwischenzeit holt man mit der Angelrolle die lose Angelschnur ein. Wenn man am Boot oder am Ufer eine erhöhte Position einnimmt, funktioniert dies am besten.

Einen pauschalen Rhythmus der Bewegungen der Angelrute lässt sich nicht feststellen. Manchmal sind es gleichmäßige Abläufe und in anderen Situationen bringt die Variation der Abläufe den Biss.

Was ich feststellen konnte, sind, dass Stopp´s besonders wichtig sind. Genau in solchen Momenten schlagen die Räuber gerne zu und schnappen sich den Köder. Hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass man stets einen direkten Kontakt zum Köder hat, damit man den Anhieb schnell und effektiv durchbringt.

 

Warum ist die Farbe wichtig?

Vergleicht man die Jerkbaits mit den Japan-Baits bemerkt man, dass Jerks sehr bunt sind. Natürlich schreckt das manch einen Angler ab, aber es hat auch seinen Grund. Im Verhältnis zu ihrer Größe und zu anderen Spinnködern geben Jerkbaits sehr wenig Druckwellen ab. Sie besitzen auch oftmals keine Rasselkugel im Inneren und müssen deshalb mit anderen Reizen maximal Punkten.

Wenn in trüben Wasser schnelle gefischt wird, sind aggressive bunte Farben, gegenüber diskret-unauffälligen Farben klar im Vorteil. Der Hecht kann solch einen Köder viel schneller orten und somit treffsicher attackieren.

Wenn mich Leute fragen: „Sind Jerkbaits echte Groß-Hechtköder?“ Beantworte ich das mit JA und NEIN. Ich habe selbst einige gute Hechte schon mit Jerks gefangen. Eine Sache ist mir aber immer dabei aufgefallen.

Große Hechte schnappten sich bei mir nur eine bestimmte Sorte von Jerkbaits. Das waren in der Regel meist große Modelle, die eher langsam und berechenbar mit einer Side-to-side-action durchs Wasser liefen.

 

Diese 4 Jerk-Typen gibt es.

 

Flanker

Flanker stellen die größte Gruppe bei Jerkbaits da. Sie sind mehr oder weniger hochrückig und verlaufen in einer S-Kurve und lassen dabei ihre breite Flanke aufblitzen, woher auch der Name kommt. Interessant dabei ist, dass diese Jerbaitgruppe diesen Lauf beibehaltet. Egal ob man sie vom Ufer aus stur ein kurbelt oder mit dem Boot durchs Wasser schleppt. Durch gezielte Schläge mit der Ruten-Spitze wird der Verlauf der S-Kurze zackig und aggressiv.

Für den Angler ergibt sich hier eine interessante Option, man kann die Aggressivität des Flankers der Wassertemperatur und Tagesform der Fische anpassen. Im Winter oder im Spätherbst ist es von Vorteil den Flanker nur durchzukurbeln. Im Sommer bewährt sich eher eine aggressive und zackige führungsweise.

Diver

Sogenannte Diver fallen durch ihre Bewegung zu anderen Jerkbaits ein wenig aus dem Rahmen. Flanker und Walker schlängeln sich von links nach rechts durch das Wasser. Diver hingegen machen dies mit einer hoch und runter Bewegung. Führt man einen Ruck mit der Ruten-Spitze aus so tauchen diese in die Tiefe.

Grund dafür ist meistens eine abgeschrägte oder ausgekehlte Stirn vom Köder. Jedoch besitzen auch manche Diver-Jerkbaits eine Schwanzflosse aus Blech oder Plastik, um die Funktion einer Tauchschaufel zu übernehmen.

Der (Produktname) ist einer der bekanntesten Tauch-Jerkbaits den man kennt.

 

Walker

Walker sind eine der ältesten Jerkbaits und haben eine sehr große Ähnlichkeit zum „Besenstiel-Wobbler“. Die Körper der Walker-Jerkbaits sind raffiniert konstruiert und bestehen meist aus bissfestem Kunststoff. Ein wesentlicher Vorteil bei Walkern ist, dass es Suspender Ausführungen gibt, dass ermöglicht den Köder sehr langsam durch das Wasser zu führen. Diese lassen sich nahezu in Zeitlupe führen, weil sie bei Spinnstopps nicht absacken, sondern stehen bleiben. Damit kann man auch mit einem Walker ohne Probleme im kalten Wasser Hechte fangen.

Zweiteiler

Der ein oder andere hat zwar diese Ködergruppe nicht auf dem Zettel aber für mich zählen diese auch zu den Jerkbaits. Bekannte Modelle sind der Real Jerk von Jackson und der S-Curver von Balzer. Diese zwei Köder unterscheiden sich nur minimal voneinander. Gehören aber für mich zu den Jerkbaits, weil sie erst dann ihr ganzes Potenzial entwickeln, wenn sie gejerkt werden,

auffällig ist bei diesen zweiteiligen Modellen, dass dies gute Fangerfolge erzielen, wenn es mit den einteiligen Jerkbaits schwierig wird.

 

Eine gute Jerkbaits Combo machts!

Natürlich braucht man auch entsprechendes Gerät, um die Jerkbaits effektiv zu führen. Hier ein paar Tipps auf was man achten sollte.

  • Rute: Je nach Köder Größe eignen sich Ruten mit einer Länge von 1,80 bis 2,10 Meter mit einem Wurfgewicht von ca. 50 bis 150 Gramm.
  • Rolle: Wie am Anfang schon erwähnt eignen sich hier Baitcaster- oder Multirollen. Darauf zu achten ist hier, dass diese über ein robustes Getriebe verfügen.
  • Schnur: Ich verwende hier eine geflochtene Schnur mit einer Stärke von 0,17 bis 0,25 mm.
  • Vorfach: Ein Vorfach aus Fluorocarbon oder steifen Stahldraht mit einer Stärke von 0,80 bis 1 Millimeter und einer Länge von ca. 40 cm haben sich bewährt gemacht.

 

Tipps für das richtige Vorfach

Eine der umstrittensten Fragen beim Angeln mit Jerkbaist ist „Welches Vorfach ist am besten? “. Lange Zeit verwende man ein Stück Stahldraht und erklärte es unter den Hechtanglern als Nonplusultra. Ich persönlich halt die Spinnstange als überholt, weil der einzige Vorteil nur darin liegt, dass man sich nicht so oft verwickelt beim Auswerfen von größeren Jerbaits. Ich experimentierte mit viele verschieden Vorfächern herum und kam am Ende zum Entschluss, dass eine min. 0,90 mm starke Fluorocarbon als Jerk-Vorfach sich am besten eignet. Seitdem verwende ich es zu 90 Prozent, wenn ich Jerken gehe und ich habe noch nie erlebt, dass ein Hecht das Fluorocarbon-Vorfach mit seinen Zähnen durchtrennt hat. Liegt aber bestimmt auch an der Größe des Jerks. Die Vorteile der Fluorocarbon gegenüber der Spinnstange sind:

  • Deutlich unauffälliger im Wasser als Spinnstangen
  • Leichter zum Verarbeiten
  • Man kann es unkompliziert auf jede Länge anpassen
  • Bei fein austarierten Jerkbaits hat es keinen negativen Einfluss auf die Aktion

 

Trick zum Feintuning der Jerkbaits

 

Gerade schwimmende Jerkbaits eignen sich hervorragen, um sie auf extrem fängige schwebende Jerks umzubauen. Hierzu klebt man mit dem Sekundenkleber runde Blei-Plättchen oder Blei-Streifen an die Unterseite des Bauches. Bei etwas kleineren Modellen eignen sich streifen von Dachdeckerblei. Die Dachdeckerblei-Streifen werden mit einer Zange genau der Form vom Köderbauch angepasst und dann klebt man sie mit Sekundenkleber an. Wenn es einen möglichst, wäre es von Vorteil diese Streifen farblich dem Köder anzupassen und mit einer guten schickt Klarlack versiegeln.

Ich hoffe, ich konnte euch wertvolles über Jerkbaits vermitteln und kann nur jeden dazu raten, dass er selbst seine Erfahrungen mit diesen Hardbait machen soll.

 

Wie immer wünsch ich euch straffe Leinen und viel Spaß am Wasser!

Euer Anglerspezi

Teil es mit deinen Freunden:

Leave A Comment

„Diese Website verwendet Cookies – nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung am Ende der Seite. Klicken Sie auf „Einverstanden“, um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Website besuchen zu können.“ mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close